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DEPARTMENT OF PSYCHOLOGY

Missionsstrasse 60/62, CH-4055 Basel

Leading House Lernstrategien

Projekt: Förderung von Lernkompetenzen in der Berufsbildung

Kontakt

Prof. Dr. G. Steiner
Leiter Leading House Lernstrategien

e-Mail: gerhard.steiner@unibas.ch

Beteiligte

Dr. A. Elke
Dr. S. Grieder
Lic. phil. H. Steiner
Dr. C. Tiaden

Advisory Board Members
Mitglieder des Beratungskomitees

Projekte und dazugehörige Downloads
Informationen zur Welle 1 (Gewerblich-industrielle Berufsschulen der Nordwestschweiz)
Informationen zur Welle 2 (Gewerblich-industrielle Berufsschule in Liestal)
Downloads für Projektmitwirkende der Wellen 1 und 2
Aktueller Stand der Welle 3 (Gewerblich-industrielle Berufsschule in Chur)

Kongressauftritte und Publikationen
Aktivitäten der Projektmitarbeitenden
Publikationsliste der entstandenen Manuskripte

Info: Das Leading House wird Ende Jahr 2007 geschlossen.

Hintergrund
Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) initiiert und unterstützt Forschung im Bereich der Schweizer Berufsbildung. Das Institut für Psychologie der Universität Basel beheimatet das Leading House für die Forschung zum Thema Förderung von Lernkompetenzen in der Berufsbildung.

Das Leading House richtet (1) ein Expertennetzwerk sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Berufsbildungspraxis zur kritischen Begleitung der Forschung ein, fördert (2) junge Forscherinnen und Forscher im Bereich der Berufsbildung und führt (3) selber Projekte zur Förderung der Lernkompetenzen durch bzw. regt entsprechende Forschungsaktivitäten anderer Institute zu demselben Thema an. Von Anfang an wird Wert darauf gelegt, dass die Forscher mit den Vertretern der Berufsbildungspraxis (Schulrektoren, Lehrpersonen, Vertreter von Berufsbildungsinstitutionen) in einem permanenten Dialog stehen.

Aufbau der Forschungsprojekte
Das Thema Förderung von Lernkompetenzen in der Berufsbildung wird im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bearbeitet. In vielen Schulen sind sich die Schulleitung und die Lehrkräfte bewusst, dass das Postulat des lebenslangen Lernens über den Aufbau geeigneter Lernkompetenzen bei den Lehrlingen in die Tat umgesetzt werden kann. In diese vielerorts bereits laufenden Aktivitäten wollen wir uns mit einklinken - in engster Zusammenarbeit mit Berufsschulen.

Diese Zusammenarbeit umfasst mehrere Schritte:

  1. Gemeinsam mit Schulleitern, Lehrkräften und Ausbildnern wird der Ist-Zustand hinsichtlich der im Unterricht wünschbaren, aber auch bereits realisierten Bestrebungen zur Förderung von Lernkompetenzen erfasst.

  2. In Kooperation mit den Unterrichtenden wird dann ein Trainingsprogramm für den Unterricht (in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Rahmenlehrplan) in unterschiedlichen Ausbildungsgängen der gewerblich industriellen Berufe entworfen und durchgeführt.

  3. Die Wirkungen der entsprechenden Trainings werden zu verschiedenen Zeitpunkten evaluiert.

Neu ist für die meisten mitwirkenden Lehrkräfte, dass sich das Trainingsprogramm über einen längeren Zeitraum erstreckt, also nicht aus einem einmaligen Input-Kurs besteht, weil es sich gezeigt hat, dass nur so nachhaltige Verhaltensveränderungen in der Steuerung des eigenen Lernens (sog. Selbstregulation) bewirkt werden können.

Die Projekte werden also - methodisch gesprochen - als Längsschnitt realisiert. Das ist auch für die Berufsbildungsforschung ein neuer, vielversprechender Ansatz und nur deshalb möglich, weil das BBT ausdrücklich eine langfristige und nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsarbeit unterstützen will.

Ziele
Wir hoffen, Jugendliche dafür zu gewinnen, eine Chance wahrzunehmen im Sinne von "Lern Deine Begabungen besser kennen und mach mehr aus ihnen!". Wir verkennen dabei allerdings die Schwierigkeiten nicht, mit denen zur Zeit viele Jugendliche konfrontiert sind, wenn sie angesichts der konjunkturellen Lage und der Stimmung in ihren Firmen echte und zum Teil tief gehende Motivationskrisen (mit)erleben.

Eine besondere Problematik stellt die für viele Lehrkräfte dornenvolle Heterogenität der Leistungsbereitschaft wie auch der Leistungsfähigkeit von Berufslernenden in ein und derselben Klasse dar. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts können auch Antworten auf die Frage nach dem Umgang mit dieser Heterogenität geben.

Für die Lehrpersonen an den Berufsschulen ergibt sich die Möglichkeit, im Rahmen einer Weiterbildung den eigenen Unterricht didaktisch zu reflektierten und als Umsetzer der Trainingsbausteine ins Forschungsteam integriert zu werden. Angestrebt wird neben der Förderung der Lernkompetenzen beim Schüler eine Unterrichtsgestaltung, welche das selbstregulierte Lernen ermöglichen kann.

Wir sind überzeugt, dass Berufsbildungsforschung die Kooperation aller Beteiligten nicht bloss als Lippenbekenntnis braucht, sondern in der Realisierung im schulischen und betrieblichen Ausbildungsalltag.

Inhalt
Ein Blick auf die Lernprozesse von Jugendlichen, sei es in der Berufsschule, in der betrieblichen Ausbildung oder am Arbeitsplatz macht deutlich, dass sowohl kognitive als auch affektive Lernkompetenzen gefördert werden müssen. Die mit den Lehrkräften zu erarbeitenden Trainingsbausteine erstrecken sich demnach auf beide Bereiche: einerseits auf das Herstellen einer günstigen Lernbereitschaft sowie das Verstehen, Behalten, Abrufen und Anwenden von gelerntem Wissen und Können, andererseits auf die gezielte Planung der Lernschritte, das individuelle Organisieren des Stoffes, das Durchhalten (dazu gehört auch das persönliche Zeitmanagement), das Regulieren und Kontrollieren der eigenen Lernanstrengungen und vor allem das Nachfassen, wenn die Lernergebnisse noch nicht den eigenen oder den curricularen Zielsetzungen entsprechen.

Unterstützte Forschungsprojekte
Abgeschlossene Dissertationen

  • Unterrichten zur Förderung von selbstreguliertem Lernen in der Berufsbildung: Lehrervoraussetzung, Lehrerentwicklung und Perspektiven:
    Eine Interventionsstudie (Dr. Astrid Elke) als pdf

  • Emotionen von Berufsschülern bei selbstreguliertem Lernen: Eine Interventionsstudie (Dr. Sandra Grieder) als pdf

  • Selbstreguliertes Lernen in der Berufsbildung: Lernstrategien messen und fördern (Dr. Corinne Tiaden) als pdf

Abgeschlossene Lizentiatsarbeiten:
  • Selbstreguliertes Lernen: Validierung eines Instruments (lic. phil. Monica Cervilla)

  • Kategoriale vs. dimensionale Emotionsmessung im Lernkontext (lic. phil. Silvan Meier)

Laufende Lizentiatsarbeiten:
  • Berufsschulunterricht im Sinne des selbstregulierten Lernens (lic. cand. Susanne Werthemann)

Projekt-Dokumente

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